Industrieroboter schweißen Autokarosserien

Tarif
Metall- und Elektroindustrie

Alles zu den Tarifabschlüssen in der Metall- und Elektroindustrie

Die Metall- und Elektroindustrie ist eines der Herzstücke der Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen und die Branche mit den meisten Unternehmen im Zuständigkeitsbereich der IG Metall. Die IG Metall Nordrhein-Westfalen führt die Tarifverhandlungen für rund 700.000 Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie. Zur Metall- und Elektroindustrie gehört auch die Autobranche. Hier ist die IG Metall besonders gut aufgestellt. Bei den Fordwerken in Köln etwa ist der größte Teil der Beschäftigten Mitglied der IG Metall.

Aber auch der Maschinenbau, Exportmotor der deutschen Wirtschaft, gehört zur Metall- und Elektroindustrie. Die Branche ist stark mittelständisch geprägt mit vielen kleineren und mittleren Betrieben – und mit vielen organisierten Metallerinnen und Metallern. 


Tarifzug IG Metell NRW für Tarifrunde Metall- und Elektroindustrie

Ab jetzt rollt der Tarifzug 

Start in die Tarifrunde 2026

Die IG Metall ist mit einer bundesweiten Liveschaltung aller Tarifkommissionen in den sieben Bezirken in die Tarifbewegung der Metall- und Elektroindustrie gestartet. Der selbstbewusste Auftakt sorgt für Aufbruchstimmung. Gut so, denn die allgemeine Konjunkturschwäche und die äußerst unterschiedlichen Situationen in den Betrieben machen diese Tarifrunde zu einer besonderen.

Einstimmig beschlossen die sieben Tarifkommissionen, die bestehenden Entgelttarifverträge
zu kündigen. Damit ist der Weg frei für die Aufstellung einer neuen Forderung, für Verhandlungen mit den Arbeitgebern, möglicherweise für Arbeitskampf – und schlussendlich für einen erfolgreichen Abschluss.

Aktuelle Informationen zur wirtschaftlichen Lage in der Branche, ein Interview mit Knut Giesler, Stimmen aus dem Vorstand und den Betrieben sowie einen Ausblick zur Terminplanung findet ihr in der aktuellen Ausgabe der Metallnachrichten. 

Metallnachrichten Nr. 1


Tarifabschluss November 2024: 
Mehr Geld und mehr Optionen für mehr freie Zeit für die Beschäftigten

Der aktuelle Tarifabschluss wurde im November 2024 erzielt. Nach dem Pilotabschluss in Hamburg, den die IG Metall-Bezirke Küste und Bayern erreicht haben, gab es auch ein Ergebnis für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen. 

Demnach erhalten die rund 700.000 Beschäftigten in NRW in zwei Stufen mehr Geld: 2,0 Prozent ab 01.04.2025 und weitere 3,1 Prozent ab 01.04.2026. Bis spätestens Februar 2025 gibt es eine Einmalzahlung von 600 Euro. Auszubildende bekommen ab 01.01.2025 dauerhaft 140 Euro mehr und 3,1 Prozent mehr ab 01.04.2026. Das tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG B), eine jährliche Sonderzahlung, steigt ab 2026 von bisher 18,5 Prozent des Eckentgelts auf 26,5 Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis zum 31. Oktober 2026 ohne nachlaufende Friedenspflicht.

Darüber hinaus wurden Verbesserungen bei der tariflichen Freistellungszeit vereinbart. So haben ab 2025 auch Teilzeitbeschäftigte die Möglichkeit, mehr Zeit, statt Geld zu wählen. Zudem sind auch Eltern mit Kindern unter 12 (bisher unter acht Jahren) anspruchsberechtigt. Die bisherige Option bei Pflege und Kindern, zweimal Geld gegen acht zusätzliche freie Tage zu tauschen, wird erweitert. So kann in Zukunft weitere drei Mal Geld gegen sechs zusätzliche freie Tage getauscht werden.

Für Betriebe, die eine Nettoumsatzrendite von 2,3 Prozent oder weniger haben, gibt es die Möglichkeit das sogenannte Transformationsgeld (T-Geld), das 18,4 Prozent eines Monatsentgeltes beträgt, zu verschieben, zu kürzen oder zu streichen.

Darüber hinaus haben die Tarifpartner sich darauf verständigt, im Rahmen einer gemeinsamen Arbeitsgruppe „Förderung der Ausbildungsfähigkeit“ Maßnahmen zu entwickeln, die sich der Stärkung und Förderung von Kompetenzen junger Menschen widmen. Damit soll ihre Ausbildungsfähigkeit erhöht und der Zugang in Ausbildung erleichtert werden.

Knut Giesler, Bezirksleiter der IG Metall NRW und Verhandlungsführer: „Die Sozialpartnerschaft in NRW hat in schwierigen Zeiten wieder bewiesen, dass sie in der Lage ist zu guten Kompromissen zu kommen. Die überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung und ein perspektivisch erleichterter Zugang hilft den jungen Menschen und sie hilft den Betrieben im Wettbewerb um Fachkräfte. Das gilt auch für die Verbesserungen bei den Freistellungstagen. Die Entgelterhöhung sichert in die Kaufkraft der Beschäftigten.“  

Giesler wies auch darauf hin, dass das Ergebnis durch die Erhöhung des T-Zug B eine soziale Komponente erhalte: „In NRW bedeutet das eine Erhöhung von derzeit rund 580 Euro auf rund 847 Euro. Weil dieser Festbetrag für alle Entgeltgruppen gleich ist, profitieren die unteren Entgeltgruppen davon stärker als von einer Tabellenerhöhung im gleichen Volumen. Wir haben erreicht, dass die Beschäftigten dauerhaft und nicht nur einmal von der sozialen Komponente profitieren.“

Möglich wurde der Abschluss durch den enormen Druck der Beschäftigten. In den vergangenen zwei Wochen haben 81 554 Beschäftigte aus 799 Betrieben in NRW die Forderungen der IG Metall mit Warnstreiks und anderen Aktionen unterstützt. "Für dieses großartige Engagement möchte ich mich sehr herzlich bedanken. Ohne das, hätte es keine Bewegung am Verhandlungstisch gegeben“, so Giesler.

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Schuld Carsten Kontaktfoto
Tarifpolitik Koordinierung, Metall- und Elektroindustrie, Telekommunikation, Kontraktlogistik

Carsten Schuld

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Tarifpolitik: Metall-Elektro, Stahl, Telekom. IT, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Schwerbehinderte

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Aktuelles von der IG Metall NRW
Stahlarbeiter in einem Stahlwerk
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Ruhrpott-Rebellion aka Demo gegen Sozialstaatsabbau
Bereits 11.000 Beteiligte Aktionen gegen den Abbau des Sozialstaats

Anfang bis Mitte Juli finden an 14 Orten in NRW Kundgebungen statt, mit denen die Geschäftsstellen der IG Metall NRW sichtbare Zeichen gegen die zunehmenden Angriffe auf unseren Sozialstaat, gegen die fortschreitende Abwertung von Beschäftigten sowie Angriffe auf Arbeitnehmerrechte setzen.

24. Juni 2026

Aufzugsmonteur bei der Arbeit
Fusion von TK Elevator und KONE Prozessvereinbarung bei TK Elevator (TKE)

Wichtiger Erfolg für Beschäftigte und Mitbestimmung

18. Juni 2026

Ingenieur mit Laptop für die automatische Wartung
Betriebsrätekonferenz Betriebsrätekonferenz zur Künstlichen Intelligenz

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17. Juni 2026

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Fusion von TK Elevator und KONE Weltweiter Aktionstag bei TK Elevator am 20. Mai 2026

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20. Mai 2026

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Arbeitsschutz Arbeitsbedingte Erkrankungen vermeiden - Ohne Prävention geht hier nichts

Am 12. Mai 2026 trafen sich in Sprockhövel über 100 Betriebsrätinnen und Betriebsräte der IG Metall in NRW zur 13. Arbeitsschutzkonferenz des Bezirks.

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1. Mai 2026

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Mit sehr großer Verärgerung nehme ich diese Ankündigung zur Kenntnis. Der Betriebsrat und die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat sehen darin einen klaren Bruch der vertrauensvollen Zusammenarbeit.

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Kurz vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs war der Blick der Betriebsrätinnen und Betriebsräte auf die wirtschaftliche Situation in den Betrieben in NRW positiver als im Herbst 2025. Das zeigt eine Befragung, an der sich 800 Betriebsratsgremien aus dem Organisationsbereich der IG Metall beteiligt haben.

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Von Rechtsschutz in arbeits- und sozialrechtlichen Angelegenheiten bis zu gerechten Löhnen und Gehältern – wir kümmern uns persönlich und zuverlässig um unsere Mitglieder.

Metall- und Elektroindustrie in Deutschland
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T-ZUG in der Metall- und Elektroindustrie Jetzt gibt's das Tarifliche Zusatzgeld B - Erhöhung auf 26,5%

IG Metall Vorstand  Mit der Februar-Abrechnung gibt es in der Metall- und Elektroindustrie die erste Rate des Tariflichen Zusatzgelds: das T-ZUG B - das zudem in diesem Jahr von 18,5 Prozent auf 26,5 Prozent des Eckentgelts steigt, von bisher rund 600 auf rund 900 Euro.

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FAQ T-ZUG und verkürzte Vollzeit FAQ: So bekommst du freie T-ZUG-Tage und verkürzte Vollzeit

IG Metall Vorstand  Du brauchst mehr Zeit für dich? Mit Kindern, Pflege oder Schicht kannst du in der Metall- und Elektroindustrie bis zu 8 zusätzliche freie Tage im Jahr wählen. Daneben können alle Beschäftigten die Arbeitszeit auf 28 Stunden reduzieren. Wir erklären die T-ZUG-Wahloption und die verkürzte Vollzeit.

Arbeitnehmerin in einer Werkstatt mit Landmaschinen

Antrag auf verkürzte Vollzeit und freie Tage Wähle jetzt Deine Arbeitszeit - nutze den T-ZUG

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Metallerinnen und Metaller demonstrieren auf der FairWandel-Kundgebung für die 35-Stunden-Woche im Osten

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IG Metall Vorstand  35 Jahre nach der Einheit wird der Osten immer noch benachteiligt. In der ostdeutschen Metallindustrie galten bisher 38 statt der 35 Stunden im Westen. Doch die Angleichung Ost schreitet voran: In immer mehr Betrieben setzt die IG Metall die 35-Stunden-Woche durch. Jetzt auch bei MTU Ludwigsfelde.

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Warnstreik 08.11.2022 Berlin BBS

T-Geld in der Metall- und Elektroindustrie FAQ zum Transformationsgeld und zum Trafobaustein

IG Metall Vorstand  Bisher im Februar - künftig im Juli: Mit dem Transformationsgeld (T-Geld, Trafobaustein) bekommst Du 18,4 Prozent Deines Monatsentgelts obendrauf. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zur neuesten der vier tariflichen jährlichen Sonderzahlungen in der Metall- und Elektroindustrie.

Beschäftigte bei einer Warnstreik-Kundgebung in der Metall-Tarifrunde

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IG Metall Vorstand  600 Euro Einmalzahlung. 140 Euro mehr im Monat für Auszubildende ab Januar 2025. 2 Prozent mehr Geld ab April 2025, weitere 3,1 Prozent mehr ab April 2026. Der T-ZUG B steigt 2026 auf 26,5 Prozent. Und es gibt deutlich mehr freie T-ZUG-Tage, endlich auch für Teilzeitbeschäftigte.

IG Metall, Mainforum, Gebäude, Fahnen

PRESSEMITTEILUNG Tarifergebnis in Metall- und Elektroindustrie: mehr Geld, mehr Zeit, mehr Stabilität

IG Metall Vorstand  Erstmals erreichen zwei Bezirke gemeinsam ein Ergebnis: höhere Entgelte, Festbetrag für Auszubildende, mehr tarifliche Freistellungszeit ++ Benner: „Solides Ergebnis unter schwierigen Rahmenbedingungen“ ++ Boguslawski: „Das Ergebnis sichert Kaufkraft und hilft Beschäftigten mit niedrigem Einkommen“