Tarifrunde im Sanlitär-, Heizungs- und Klimahandwerk NRW Zweite Tarifverhandlung für die Beschäftigten im SHK-Handwerk endet ergebnislos

In der zweiten Verhandlung der Tarifrunde für das Sanitär,-Heizungs- und Klima-Handwerk NRW haben die Arbeitgeber gestern ein neues Angebot vorgelegt.

Beschäftigter kontrolliert eine Heizungsanlage

28. Januar 2026 28. Januar 2026


In der zweiten Verhandlung der Tarifrunde für das Sanitär,-Heizungs- und Klima-Handwerk NRW haben die Arbeitgeber gestern ein neues Angebot vorgelegt. Demnach soll es eine zweistufige Entgelterhöhung für 24 Monate geben, die die Entgelte zunächst um 2,2 Prozent und im Folgejahr um weitere 1,1 Prozent erhöht. Zudem sollen 0,7 Prozent in die Altersvorsorge gehen. Für die Auszubildenden sollen die Vergütungen je nach Ausbildungsjahr in 24 Monaten in zwei Schritten um insgesamt 30, 40, 50 und 60 Euro steigen.

In NRW arbeiten rund 65.000 Beschäftigte im Sanitär-, Heizung- und Klima-Handwerk. Die Friedenspflicht endet am 28. Februar 2026. Die IG Metall fordert in der Tarifrunde eine Entgelterhöhung von 6 Prozent für 12 Monate sowie eine überproportionale Erhöhung der Ausbildungsvergütung. Außerdem soll etwas für die Altersvorsorge getan werden. Die dritte Verhandlung findet am 10. Februar 2026 statt. In der ersten Verhandlung hatten die Arbeitgeber eine Erhöhung der Entgelte um 2 Prozent für 12 Monate angeboten.

Patrick Loos, Verhandlungsführer der IG Metall NRW: „Mit dem neuen Angebot der Arbeitgeber treten wir in den Verhandlungen auf der Stelle. Das ist keine Verbesserung. So kommen wir nicht voran. In der dritten Verhandlung muss nun ein großer Schritt nach vorne gegangen werden. Das erwarte ich – aus Verantwortung für die Branche und als Wertschätzung für die Beschäftigten.“

Positiv bewertete Loos, dass die Arbeitgeber sich bei dem Thema Altersvorsorge gesprächsbereit zeigten. „Anders als in den Verhandlungen der letzten Jahre, gibt es hier keine grundsätzliche Blockadehaltung mehr. Nachdem in anderen Handwerksbranchen in den letzten Jahren dazu tarifvertragliche Regelungen gefunden wurden, muss das SHK-Handwerk nachziehen, damit es im Wettbewerb um Fachkräfte nicht den Anschluss verliert.“