Arbeitsschutz Arbeitsbedingte Erkrankungen vermeiden - Ohne Prävention geht hier nichts

Am 12. Mai 2026 trafen sich in Sprockhövel über 100 Betriebsrätinnen und Betriebsräte der IG Metall in NRW zur 13. Arbeitsschutzkonferenz des Bezirks.

Schutzhelme in verschiedenen Farben, die an einer Wand hängen.


Am 12. Mai 2026 trafen sich in Sprockhövel über 100 Betriebsrätinnen und Betriebsräte der IG Metall in NRW zur 13. Arbeitsschutzkonferenz des Bezirks. Im Schwerpunkt ging es um die Vermeidung von arbeitsbedingten Erkrankungen. Schnell wurde klar: Ohne Prävention geht hier nichts! Umso wichtiger, dass in den Betrieben eine Gefährdungsbeurteilung durchgeführt, sowie daraus Maßnahmen abgeleitet und umgesetzt werden. Die dafür notwendigen Dokumentationen sind bereits seit längerem in der politischen Debatte in Frage gestellt.

Aus Sicht der Betriebsrätinnen und Betriebsräte darf diese Dokumentationspflicht nicht abgeschafft werden, weil sie eine zentrale Grundlage für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten darstellt. Durch die schriftliche Dokumentation werden Gefährdungen, Schutzmaßnahmen und Arbeitsunfälle nachvollziehbar festgehalten. So wird sichergestellt, dass Risiken im Betrieb erkannt, bewertet und dauerhaft kontrolliert werden.

Außerdem dient die Dokumentation als Nachweis dafür, dass Arbeitgeber ihre gesetzlichen Pflichten erfüllen. Besonders bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten ist eine lückenlose Dokumentation notwendig, um Ursachen zu klären und zukünftige Schäden zu verhindern.

Die Dokumentationspflicht unterstützt zudem die Transparenz und die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Beschäftigten, Betriebsräten sowie Aufsichtsbehörden. Sie ermöglicht Kontrollen und hilft dabei, Mängel frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Dadurch wird nicht nur die Sicherheit verbessert, sondern auch das Vertrauen der Mitarbeitenden in den Arbeitsschutz gestärkt. Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz ist deshalb klar: Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein Menschenrecht und keine Bürokratie!

Darüber hinaus trägt eine gute Dokumentation langfristig zur wirtschaftlichen Stabilität eines Unternehmens bei. Weniger Arbeitsunfälle und krankheitsbedingte Ausfälle bedeuten geringere Kosten und eine höhere Produktivität. Die Abschaffung der Dokumentationspflicht würde daher die Gefahr erhöhen, dass Sicherheitsstandards sinken und die Gesundheit der Beschäftigten stärker gefährdet wird. Arbeits- und Gesundheitsschutz lohnt sich also für alle!